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Newsletter Ausgabe 8-2020 vom
28. August 2020

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Warum werden elektronische Rechnungen verschickt?

 

Warum verschickt ein Unternehmen elektronische Rechnungen, also Rechnungen mit strukturierten Rechnungsdaten? Drei Gründe gibt es dafür: Es tut es einfach, seine Kunden fordern dies oder es ist rechtlich dazu verpflichtet. Welche Implikationen haben diese Szenarien für einen flächendeckenden medienbruchfreien Rechnungsaustausch?

Im ersten Fall keine. Der Rechnungsempfänger bekommt etwas, was er nicht will / braucht / sinnvoll verarbeiten kann. Bestes Beispiel dafür ist die hybride Zugferd-Rechnung. Dieser liegt die Annahme zugrunde, dass hier das Kartoffeltheorem gilt: wenn sie (die klammheimlich mitgelieferten strukturierten Daten) schon einmal da sind, werden sie auch gegessen (vom Rechnungsempfänger elektronisch verarbeitet). Seit über sechs Jahren haben wir nun Zugferd und der Beitrag von Zugferd zur Medienbruchfreiheit dürfte sich in dieser Zeit auf weniger als 1 Prozent aller Rechnungsaustauschfälle beschränken. Rechnen wir einmal hoch … .

Im zweiten Fall, der Forderung von Kunden, dürften über 90 Prozent aller Unternehmen keine Forderung stellen. Sie sind zu klein, um von ihren Kunden etwas fordern zu können oder sie sehen kaum einen Vorteil in strukturierten Daten. Ihr Steuerberater übernimmt die Buchführung und solange der nicht meckert … .

Nur wenn es eine gesetzliche Pflicht zur elektronischen Rechnung gibt, kann beim Rechnungsaustausuch in überschaubarer Zeit Medienbruchfreiheit in der Fläche erreicht werden. Bestes Beispiel dafür ist Italien: von wenig auf 100 Prozent in einem Jahr!

In Deutschland gibt es keine gesetzliche Pflicht zur elektronischen Rechnung, weder aus fiskalischen Gründen noch als Initiative zur Digitalisierung des Wirtschaftslebens. Wenn der Bund für sich elektronische Rechnungen fordert, dann tut er dies im Eigeninteresse als (eher kleine) Branche und nicht mit wirtschaftspolitischer Zielsetzung.

Sicherlich sind hierzulande jeden Tag mehr Unternehmen von der Idee der elektronischen Rechnung infiziert. Doch die Infektionskurve ist nicht wie bei Corona eine mit exponentiellem Wachstum, sondern eine lineare mit eher bescheidener Steigung. So lange, bis es auch bei uns eine gesetzliche Pflicht zur elektronischen Rechnung gibt.

Ihr Gerhard Schmidt

Standardisierung: Deutsch-französicher Standard für elektronische Bestellungen Order-X im Public Review

Ausgehend vom europäischen Standard (CEN) und dem daraus abgeleiteten nationalen Standard (Zugferd) für elektronische Rechnungen, erschließt das Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) zusammen mit seinem französichen Partnerforum die Lieferkette und hat Order-X, einen Standard für elektronische Bestellungen erarbeitet. Bis Ende September 2020 kann dazu in einem Public Review Stellung genommen werden.

Öffentliche Verwaltung: Elektronische Rechnungen nützen Unternehmen und der Stadt Münster

120 000 Rechnungsbelege gehen pro Jahr bei der Stadt Münster ein. Zukünftig idealerweise über die neue zentrale E-Mail-Adresse für Rechnungssteller.  Aktuell läuft die EU-weite Ausschreibung für eine SAP-integrierte Software. Drei Pilotämter starten 2021 mit der neuen Software. 2023 soll die komplette Verwaltung auf rein digitale Rechnungsbearbeitung umgestellt sein.

Studien: Öffentliche Verwaltung muss bei E-Rechnungen noch digitaler werden

Das Thema „elektronische Rechnungen" ist in den öffentlichen Verwaltungen zwar angekommen. Doch vor allem bei der Rechnungsbearbeitung prüfen viele noch nicht digital. Laut einer Studie von BearingPoint könnten bessere Integration und klare Kommunikation Abhilfe schaffen.

Digitalisierung: „Digital jetzt“ – neues Förderprogramm des BMWi für KMU

Digitale Technologien und Know-how entscheiden in der heutigen Arbeits- und Wirtschaftswelt über die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen. Damit der Mittelstand die wirtschaftlichen Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen kann, unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Programm „Digital Jetzt – Investitionsförderung für KMU". Das Programm bietet finanzielle Zuschüsse und soll Firmen dazu anregen, mehr in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren.

Aus dem BMF: BMF-Schreiben zur postalischen Erreichbarkeit des Rechnungsausstellers

Die Finanzverwaltung hat ihre Aussagen zur postalischen Erreichbarkeit des Rechnungsausstellersan die Rechtsprechung des BFH angepasst und den UStAE entprechend geändert. Ebenso für die Identität von Rechnungsaussteller und leistendem Unternehmer.

Rechtsprechung: BFH zu Anforderungen an die zur Ausübung des Rechts auf Vorsteuerabzug erforderliche Rechnung

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied: Mit einer Rechnung, die keine ausreichende Leistungsbeschreibung enthält, kann ein möglicherweise bestehendes Recht auf Vorsteuerabzug nicht ausgeübt werden.

Rechtsprechung: Keine Rechnung ohne Leistungsbeschreibung

Der Bundesfinanzhof (BFH) urteilte: Ein Abrechnungsdokument ist keine Rechnung und kann deshalb auch nicht mit der Folge einer Ausübungsvoraussetzung für den Vorsteuerabzug rückwirkend berichtigt werden, wenn es wegen ganz allgemein gehaltener Angaben (hier "Produktverkäufe") nicht möglich ist, die abgerechnete Leistung eindeutig und leicht nachprüfbar festzustellen.

Pressespiegel / Linktipps

* eRechnungen verändern die Verwaltungen (eGovernment Computing, 18.08.2020)
* Betriebe sollten Corona-Dokumentation führen (Fahrzeug+Karosserie, 07.08.2020)
* So lassen sich Geschäftsunterlagen rechtskonform archivieren (CRN, 23.072020)
Die Digitalisierung der Umsatzsteuer-Voranmeldung (Haufe, 14.07.2020)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 21.09.-22.09. Düsseldorf: E-Rechnungs-Gipfel (Vereon)
* 28.09. Zürich: E-Invoicing Exchange Summit (Vereon)
* 14.10.-15.10. München: Elektronischer Rechnungstag (Kongress Media)
* 12.11.-13.11. Online: Digital Office Conference 2020 (Bitkom)
* 09.12.-10.12. Köln: Praxistag Elektronische Rechnung 2020 (GS1)

FibuNet: Wissenswertes – Rechnungsprüfung bei Architekten?

Mythos: Ein Architekt darf Bau-Rechnungen „berichtigen" und der Rechnungsempfänger bucht nur den gekürzten Rechnungsbetrag. Leider falsch!

GISA: GISA knackt 2019 erstmals die 100-Millionen-Marke und kann an Erfolgsbilanz anknüpfen

Der hallesche Fullservice-IT-Dienstleister GISA schließt das Jahr 2019 erstmals mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro ab. Auch die Zahl der Arbeitsplätze ist weiter gestiegen, Ende 2019 waren fast 830 Menschen bei GISA beschäftigt.

Verfahrensdoku: Verfahrensdoku-Spezial: Betriebswirtschaftliche Corona-Dokumentation

Das Verfahrensdoku-Spezial „Betriebswirtschaftliche Corona-Dokumentation" hilft dem Unternehmen, Jahre später alle der Corona-Krise geschuldeten steuerlichen Sondersachverhalte bei einer Betriebsprüfung erklären zu können. Ohne Dokumentation ist es dann nicht mehr möglich, sich für die Zeit der Corona-Krise genau daran zu erinnern, ab wann und wie lange welche staatlichen Vorschriften gegolten haben, wie das Unternehmen konkret betroffen war, welche Maßnahmen das Unternehmen während welchen Zeitraums ergriffen hat und welche Auswirkungen auf Umsatz, Kosten und Gewinn sich während welchen Zeitraums ergeben haben.

SEEBURGER: Lieferkettengesetz – mit SEEBURGER-Lösungen zur schnellen und einfachen Lieferantenintegration

Die deutsche Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an der Einführung eines neuen Lieferkettengesetzes. Das Ziel: Künftig sollen Unternehmen für die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards bei ihren weltweiten Lieferanten haften. Bei Nichteinhaltung drohen drastische Strafen. Viele Unternehmen werden sich deshalb neue Lieferanten suchen müssen, die diesen Standards entsprechen. In zwei Blogbeiträgen erfahren Sie, wie Sie neue Lieferanten schnell an Ihre elektronische Lieferkette anbinden können, sollten Sie sich aufgrund des Lieferkettengesetzes gezwungen sehen, bisherige Lieferanten zeitnah zu ersetzen.

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