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Newsletter Ausgabe 2-2019 vom
3. März 2019

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Wer implementiert CEN-Norm, XRechnung und Zugferd?

 

Um Rechnungen mit strukturierten Rechnungsdaten großflächig und unkompliziert austauschen zu können, ist ein Rechnungsdatenstandard eine notwendige Bedingung. Mit der CEN-Normfamilie 16931 haben wir seit Mitte 2017 einen europäischen Standard.

Einen Rechnungsdatenstandard zu haben, ist aber leider noch keine hinreichende Bedingung für die Anwendung des Standards in der Unternehmenspraxis. Notwendig ist außerdem, dass der Standard von den Herstellern rechnungserstellender und rechnungsverarbeitender Software implementiert wird. Die Softwarehersteller stehen dabei vor zwei wesentlichen Fragen: Was soll ich implementieren? Was kann ich (kurzfristig) implementieren?

Im Mittelpunkt jeder Implementierung wird wohl die CEN-Norm stehen. Doch was wird darüber hinaus noch implementiert? Die unter dem Namen XRechnung publizierten Wünsche und Anforderungen an die Anwendung der CEN-Norm bei Rechnungen an die öffentliche Verwaltung? Die erwartbaren oder bereits existierenden entsprechenden Anforderungen anderer Branchen oder europäischer Länder? Eine hybride Zugferd-Rechnung? Und falls Zugferd, welches der Zugferd-Profile? Erst dann, wenn ein Softwarehersteller all diese Fragen für sich geklärt hat, wird er in die Implementierung einsteigen. Da Zugferd 2.0 noch nicht veröffentlicht ist, werden viele wie all die Jahre zuvor erst einmal weiter abwarten.

Das wichtigste Dokument aus der CEN-Normfamilie 16931 ist das „Semantische Datenmodell der Kernelemente einer elektronischen Rechnung“. Jeder rechnungserstellenden Software liegt ebenfalls ein semantisches Datenmodell zugrunde. Enthält die Datenbank einer rechnungserstellenden Software alle Daten, die das semantische Datenmodell der CEN-Norm fordert? Dann lässt sich die CEN-Norm einfach und kurzfristig implementieren. Falls nicht, muss die Datenbank erweitert und neu konzipiert werden. Dies kann erheblichen Aufwand bedeuten, der einer kurzfristigen Implementierung entgegensteht.

Bei einer rechnungsverarbeitenden Software gibt es dieses Problem nicht. Hier kann selektiv auf genau die Daten einer Rechnung nach CEN-Norm zugegriffen werden, die die Software auch verarbeiten kann.

Den Softwareherstellern schnell zu Antworten auf die oben gestellten Fragen zu verhelfen, würde die Anwendung des europäischen Rechnungsdatenstandards in der Unternehmens- und Verwaltungspraxis erheblich beschleunigen. Wer wäre dafür prädestinierter als das Ferd, das Forum Elektronische Rechnung Deutschland?

Ihr Gerhard Schmidt

Öffentliche Verwaltung: Landratsamt Karlsruhe digitalisiert Rechnungsbearbeitung

Im Rahmen seiner Digitalisierungsoffensive hat das Landratsamt Karlsruhe die elektronische Rechnungseingangsbearbeitung eingeführt. Am 18. Februar nahmen Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und der ITEOS-Vorstandsvorsitzende William Schmitt das System in Betrieb und gaben auf einem mobilen Endgerät die erste elektronische Rechnung zur Auszahlung frei, die im Landratsamt zuvor ausschließlich digital bearbeitet worden war. Ab sofort können Rechnungen, die in elektronischen Formaten beim Landratsamt eingehen, vollautomatisch in einem digitalen Prozess abgewickelt werden: von der Annahme über die Verarbeitung bis hin zur Auszahlung und Archivierung. Die Mitarbeiter können sich damit ganz auf die inhaltliche Kontrolle, Kontierungsprüfung und Freigabe des Rechnungsbetrages konzentrieren.

Aus dem Ferd: Ferd-Newsletter Ausgabe 1-2019

Beiträge: 1. Freier Zugang zum Europäischen Standard: Ein großer Schritt zur Finalisierung von ZUGFeRD 2.0 ist geschafft. 2. Öffentliche Kommentierung zum Entwurf der Spezifikation ZUGFeRD 2.0 ist abgeschlossen. 3. Stand und Zukunft der elektronischen Rechnungsstellung in Deutschland und Europa. 4. Interview mit Ivo Moszynski, Leiter des AWV-Arbeitskreises „Forum elektronische Rechnung″ (FeRD). 5. Planspiel zur elektronischen Rechnungsstellung. 6. Aktuelle Studie von ibi research: Payment- und Rechnungsprozesse in der kommunalen Verwaltung.

Gesetzgebung: eco kommentiert Entwurf zur Umsetzung von E-Rechnungen in NRW

Mit der Verabschiedung des „e-Government Gesetzes NRW" soll nicht nur die elektronische Verwaltung gestärkt werden, auch die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen soll gefördert und vorangetrieben werden. Die Frage der technikneutralen Digitalisierung der Verwaltung stellte sich konkret beim Entwurf einer „Verordnung zur Ausgestaltung des elektronischen Rechnungsverkehrs nach § 7a des Gesetzes zur Förderung der elektronischen Verwaltung in Nordrhein-Westfalen". In dem Entwurf erklärt die Landesregierung, dass sie zukünftig nur noch eine bestimmte Normspezifikation, den Rechnungsstandard „XRechnung", zur Anwendung zulassen möchte. eco hält diese Eingrenzung für wenig förderlich, um der generellen Akzeptanz von Normen Vorschub zu leisten und hat jetzt wesentliche Kritikpunkte in einer Stellungnahme dargelegt.

Rechtliches: BFH Zum Rechnungsmerkmal "vollständige Anschrift"

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied: Für die Ausübung des Rechts auf Vorsteuerabzug ist erforderlich, dass der Leistungsempfänger eine Rechnung besitzt, in der eine Anschrift des Leistenden genannt ist, unter der jener postalisch erreichbar ist. Für die Prüfung des Rechnungsmerkmals "vollständige Anschrift" ist der Zeitpunkt der Rechnungsausstellung maßgeblich. Die Feststellungslast für die postalische Erreichbarkeit zu diesem Zeitpunkt trifft den den Vorsteuerabzug begehrenden Leistungsempfänger.

Rechtliches: BFH zu Billigkeitserlass bei fehlerhaften Rechnungen

Der Bundesfinanzhof (BFH) entschied: Ein Billigkeitserlass kann gerechtfertigt sein, wenn sich zwei Unternehmer ausgehend von den zivilrechtlichen Vereinbarungen aufgrund eines gemeinsamen Irrtums über die zutreffende steuerrechtliche Beurteilung vor höchstrichterlicher Klärung einer Streitfrage ohne Missbrauchs- oder Hinterziehungsabsicht gegenseitig Rechnungen mit unzutreffendem Steuerausweis erteilen und aufgrund der Versteuerung der jeweils zu Unrecht gesondert ausgewiesenen Steuerbeträge bei einer Gesamtbetrachtung keine Gefährdung des Steueraufkommens vorliegt.

Pressespiegel / Linktipps

* eCommerce-Konferenz von MedInform: "Die elektronische Rechnung wird ein Treiber der Digitalisierung sein" (Bundesverband Medizintechnologie, 28.02.2019)

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 08.03. Webinar: Erfahrungsbericht Schweiz - Die elektronische Rechnung (Seeburger)
* 08.03. Webinar: 60 Tage E-Rechnung: Ein erster Erfahrungsbericht aus Italien (PSP)
* 15.03. Webinar: Erstklassige und rechtskonforme Digitalisierung von Unternehmen für Entscheider – Compliance, IT-Recht und Datenschutz im Fokus (Seeburger)
* 22.03. Webinar: Update Global E-Invoicing und e-Tax Mandate 2019 – Softwareapplikationen, Cloud Services und PEPPOL (Seeburger)
* 29.03. Webinar: GoBD und Tax Compliance im E-Invoicing (Seeburger)
* 03.04. Webinar: Deep Dive zur Neufassung der GoBD (PSP)
* 05.04. Webinar: Aktuelles aus dem Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) (Seeburger)
* 05.04. Webinar: Das Ende von Papierrechnungen und Scan-Prozessen naht - die clevere Alternative (Basware)
* 12.04. Webinar: Best Practice: Optimierte Beschaffungsprozesse und E-Invoicing durch WebEDI-Lieferantenintegration in der Cloud (Seeburger)
* 26.04. Webinar: Die E-Rechnung in Wirtschaft und Verwaltung – Was war, was ist und was kommt? (Seeburger)
* 30.04. Webinar: Die E-Rechnung in der steuerlichen Supply Chain (PSP)
* 03.05. Webinar: Modernes, effizientes Datenmanagement im Zeitalter von Digitalisierung, Interoperabilität, Klassifizierung und hoher Datenqualität (Seeburger)
* 10.05. Webinar: E-Invoicing in der öffentlichen Verwaltung (Seeburger)
* 15.05.-16.05. Düsseldorf: Elektronischer Rechnungstag (Kongress Media)
* 17.05. Webinar: Praxisbeispiel: Elektronische Archivierung (Seeburger)
* 24.05. Webinar: Die E-Rechnung – Fazit 1. Halbjahr 2019 (Seeburger)
* 03.06.-04.06. Bonn: E-Rechnungs-Gipfel (Vereon)
* 06.06. Köln: Praxistag Elektronische Rechnung 2019 (GS1)
* 04.09.-05.09. Leipzig: 14. PraxisForum - Compliance und Digitalisierung: DSGVO, eRechnung und Verfahrensdokumentation (Gisa)
* 15.10.-16.10. München: Elektronischer Rechnungstag (Kongress Media)

SEEBURGER: Einführung in E-Invoicing und PEPPOL für den Einsatz in Skandinavien

E-Invoicing wird in Skandinavien seit den 90er Jahren eingesetzt. Damit kann Skandinavien als Pionier im Bereich E-Invoicing in Europa angesehen werden. Für den Austausch von E-Rechnungen und anderen elektronischen Beschaffungsdokumenten zwischen Lieferanten und der öffentlichen Verwaltung wurde in Skandinavien ein Providermodell als Ansatz gewählt. Der grenzüberschreitende Austausch elektronischer Dokumente erforderte jedoch Interoperabilität zwischen nationalen Anbietern und Registern. Diese Erfahrung führte zum paneuropäischen Projekt OnLine PEPPOL, das sich auch in Europa auf die grenzüberschreitende elektronische Beschaffung konzentriert. SEEBURGER Cloud Services ermöglichen Ihnen, EU-konforme Rechnungen schnell und einfach an Behörden und andere PEPPOL-Partner in den nordischen Ländern zu senden.

Basware: Webinar-Tipp: Das Ende von Papierrechnungen und Scan-Prozessen naht - die clevere Alternative

Papierrechnungen und OCR werden eher früher als später aussterben – eine ziemlich gewagte und durchaus streitbare These, wenn man bedenkt, dass der Anteil elektronischer Rechnungen am gesamten Rechnungsaufkommen in Deutschland bei nur 10%. Warum die These dennoch haltbar ist und was maschinenlesbare PDFs damit zu tun haben, erfahren Sie in unserem Webinar am 5. April 2019.

Verfahrensdokumentation-Services: Verfahrensdoku-Schnellstart - solide Basis für eine Verfahrensdokumentation

Schnell eine solide Basis für eine Verfahrensdokumentation zu legen, das ermöglicht Ihnen Verfahrensdoku-Schnellstart: In einer PDF-Datei Zutreffendes ankreuzen, Tabellendaten und Texte ergänzen, alles abspeichern. Und schon haben Sie ein Dokument, das sich dem Betriebsprüfer präsentieren lässt. Als Unternehmer können Sie mit Verfahrensdoku-Schnellstart das leidige Thema der steuerlichen Verfahrensdokumentation schnell und unkompliziert abhaken. Als Steuerberater haben Sie mit Verfahrensdoku-Schnellstart das initiale Mittel an der Hand, das Problem der steuerlichen Verfahrensdokumentation bei Ihren Mandanten schnell und effizient anzupacken und zu lösen.

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