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Newsletter Ausgabe 10-2017 vom
3. November 2017

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Sind Sie mit der Qualität der XML-Datei zufrieden?

 

Kürzlich stieß ich im Internet auf ein interessant klingendes Angebot: „Wir konvertieren PDF in Zugferd.“ Wie soll das funktionieren, fragte ich mich. Vollautomatisch jedenfalls nicht, denn dann könnte man auf einen Standard für strukturierte Daten wie Zugferd verzichten. Doch dann las ich weiter: „Wir wandeln die Daten in das Zielformat um und kontrollieren diese durch eine manuelle Qualitätssicherung. Unser einzigartiger Service ist, mit Diplom-Ingenieuren und -Dokumentaren sowohl inhaltlich als auch satztechnisch manuell zu korrigieren.“ Flugs nutzte ich das kostenlose Testangebot und lud eine PDF-Rechnung hoch.

Nach kurzer Zeit erreichte mich eine Email mit PDF-Anhang und folgendem Text: „Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden? Unser Ziel ist es, eine optimale Konvertierung für Sie zu gestalten. Wir möchten Ihre Vorstellungen für eine perfekte Konvertierung erfahren und mit Ihnen zusammen diese Ideen umsetzen, daher würden wir uns sehr freuen, wenn Sie uns ein Feedback über die erbrachte Leistung geben könnten.“ Über diese naive Sicht konnte ich nur den Kopf schütteln.

Wie kann ich denn feststellen, ob das Ergebnis zufriedenstellend ist? Dazu müsste ich die XML-Rechnung anhand der Zugferd-Spezifikation mit der PDF-Rechnung vergleichen. Wie soll das gehen, wer kann das und wie viel Zeit wäre dafür nötig?

Wenn ich mich nun einfach darauf verlasse, dass PDF und XML inhaltlich identische Mehrstücke der Rechnung sind? Dann gehe ich ein beträchtliches Risiko ein. Hat die Person, die die manuelle Kontrolle durchführt, das semantische Datenmodell von Zugferd nicht in jede Verästelung durchdrungen, dann habe ich möglicherweise zwei unterschiedliche Rechnungen und muss im Ernstfall zweimal die USt abführen.

Seien Sie also vorsichtig, bevor Sie sich auf derart verlockende Angebote wie das beschriebene einlassen. Über die Qualität der bisher verschickten Zugferd-Rechnungen gibt es noch keine belastbaren Erkenntnisse. Ich befürchte allerdings, dass die Qualität (in nicht nur dem hier beschriebenen Fall) teils mangelhaft und damit insbesondere für den Rechnungsaussteller riskant ist.

Ihr Gerhard Schmidt

Literatur: Billentis-Marktstudie "E-Rechnung 2017"

Bruno Koch, Doyen des E-Invoicing hat die deutschsprachige Ausgabe 2017 seiner Billentis-Marktstudie "E-Rechnung 2017" vorgestellt. "Die E-Rechnung steht im Zeichen großer Marktveränderungen" verkündet der Untertitel des Reports und macht ihn so zur Pflichtlektüre für alle, die sich mit dem elektronischen Rechnungsaustausch befassen. Das nach Registrierung kostenlos erhältliche Werk bietet Fakten, Analysen, Hintergründe, Entwicklungen, Empfehlungen sowie einen Überblick über die Angebote vieler Rechnungsprovider.

Rechnungsprozesse: Best Practice-Anwender-Studie für den Rechnungseingang

Die B&L Management Consulting GmbH hat eine Studie für einen Benchmark der Rechnungseingangsprozesse im deutschsprachigen Markt aus Anwendersicht veröffentlicht. Die Best Practice-Studie untersucht die Zentralisierung des Rechnungseinganges, die Bestellbezugsquote, den Anteil elektronischer Rechnungen, die OCR-Erkennungsrate und verschiedene weitere Kennzahlen sowie die notwendigen Aufwände und Kosten auf Anwenderseite. Zielsetzungen und Zufriedenheit mit den bestehenden Lösungen sind ebenfalls Bestandteil der Umfrage.

Öffentliche Verwaltung: BMI, NRW, Rheinland-Pfalz und Bremen kooperieren bei XRechnung

Das Bundesministerium des Innern (BMI) und die Freie Hansestadt Bremen werden künftig gemeinsam mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (NRW) und Rheinland-Pfalz das Datenmodell XRechnung als Standard für die elektronische Rechnung (eRechnung) einsetzen. Damit treiben Bund und Länder die Umsetzung des nationalen Standards weiter voran. Grundlage ist das auf der Cebit vorgestellte ‚IT-Architekturkonzept für die föderale Umsetzung in Deutschland' und die Beschlüsse des IT-Planungsrates zur eRechnung.

Öffentliche Verwaltung: Bekanntmachung des Standards XRechnung (Version 1.0) im Bundesanzeiger

Auf Grund des § 4 Absatz 1, 2 der E-Rechnungs-Verordnung (E-Rech-VO) macht das Bundesministerium des Innern den Standard XRechnung (Version XRechnung 1.0) mit Stand 10. Mai 2017 im Bundesanzeiger bekannt. Die Version XRechnung 1.0 gilt für die Ausstellung von elektronischen Rechnungen an Rechnungsempfänger im Sinne von § 2 Absatz 4 E-Rech-VO mit dem Tag der Bekanntmachung.

International: Europäische Kommission veröffentlicht Norm für elektronische Rechnungen

Die Europäische Kommission hat die europäische Norm für die elektronische Rechnungsstellung und die Liste von Syntaxen gemäß der Richtlinie 2014/55/EU des Europäischen Parlaments und des Rates im "Amtsblatt der Europäischen Union, L266, Band 60, 17.10.2017" veröffentlicht. Damit ist die europäische Norm für eine Kernrechnung offiziell in Kraft getreten und die in der Richtlinie festgelegten Fristen beginnen zu laufen.

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 07.11. München: Basware Connect (Basware)
* 10.11. Webinar: Best Practice III: Live-Bericht aus der Praxis (Seeburger)
* 14.11. Böblingen: E-Invoicing Roadshow in Böblingen (Seeburger)
* 17.11. Webinar: GoBD und Tax Compliance im E-Invoicing (Seeburger)
* 01.12. Webinar: E-Invoicing auf internationaler Ebene (Seeburger)
* 12.12. Webinar: ZUGFeRD & Co. im Jahresrückblick 2017 (Seeburger)
* 11.01. Berlin: 4. FeRD-Konferenz (Forum Elektronische Rechnung Deutschland)

Basware: Drei disruptive Trends und ihr Einfluss auf das Finanz- und Beschaffungswesen

Wie sehen Ihre Finanz- und Beschaffungsabläufe nach der digitalen Revolution dieser Bereiche aus? Wie beeinflussen künstliche Intelligenz (KI), roboterbasierte Prozess-automatisierung (RPA), vorausschauende Analysen und die Blockchain-Technologie Ihren Purchase-to-Pay-Prozess? Und wie bereiten Sie sich am besten darauf vor? Antworten gibt es in diesem kostenlosen Whitepaper.

SEEBURGER: SEEBURGER E-Invoicing Roadshow im Herbst 2017 erfolgreich gestartet

Die E-Invoicing Roadshow der SEEBURGER AG ist erfolgreich gestartet. Teilnehmer sind interessierte CEOs und Anwender aus Fachabteilungen, wie Einkauf, Finanzbuchhaltung, Vertrieb und Logistik ein, die vor der Herausforderung der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse stehen. Im Fokus: Die elektronische Rechnung (E-Invoicing) als wichtige Komponente des Supply Chain-Prozesses sowie der Erfahrungsaustausch mit Experten. Stationen der halbtägigen, kostenfreien Veranstaltungen waren Düsseldorf (20.9) und Frankfurt (21.9.) und sind Böblingen (14.11.).

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