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Newsletter Ausgabe 11-2016 vom
30. November 2016

Inhalt:

MAGAZIN


MESSE

Editorial: Rechnungsversand und Datenschutz

 

„Der unverschlüsselte Versand von Rechnungen per Email verstößt in vielen Fällen gegen den Datenschutz!" Ich war einigermaßen perplex, als ein Zuhörer mir das kürzlich nach einem Vortrag, den ich über Zugferd hielt, entgegnete. Und mir dabei gleich das Datenschutzgesetz unter die Nase rieb. Bevor Missverständnisse entstehen: Es ging ihm nicht um die Verschlüsselung der Rechnung, sondern um die Verschlüsselung des Versands. Bei unverschlüsseltem Versand könnten nämlich personenbezogene Daten mitgelesen werden, sofern es sich um Einzelunternehmen handelt, die unter Namen und Anschrift des Inhabers firmieren. Deshalb müsse er vor einem bedenkenlosen Versand von Rechnungen per Email warnen.

Fremde Emails einfach mitlesen. Ich kann das nicht. Die wandern ja nicht als Buchstaben in einer Glasröhre am Straßenrand entlang, wo jeder mal schnell reingucken kann. Die wandern als Nullen und Einsen elektronisch in Kabeln. Und an die Kabel komme ich nicht so einfach ran. Zumindest nicht ohne besondere technische Kenntnisse und eine gehörige Portion krimineller Energie.

Wenn der Warner nun aber recht hat, weil das Datenschutzproblem bis auf ihn einfach noch niemand in den letzten 15 Jahren entdeckt hat? Soll ich meine Rechnungen dann nicht doch lieber wieder mit der Post verschicken? Einem über jedes Datenschutzproblem erhabenen System? Man schaue sich doch nur einmal die hoch gesicherte Transportkette an. Vom Einwurf des Briefes in den gelben Kasten, dem Transport in Kisten und Säcken bis hin zur Abgabe durch den Zusteller beim Nachbarn, wenn der Empfänger gerade nicht da und die Sendung für den Hausbriefkasten zu groß ist. Auch mit noch so großer krimineller Energie kommt an diesen Übermittlungsweg keiner ran!

Mein Rat an Sie zum Schluss: Löschen Sie die Email mit diesem Newsletter vorsichtshalber sofort nach dem Lesen. Dann kommen Sie nicht in Gefahr, meine ganz unten stehenden personenbezogenen Daten über eine ungesicherte Verbindung weiterzuleiten oder gar ungesichert elektronisch aufzubewahren. Wenn Sie den Newsletter aufheben wollen, dann einfach ausdrucken und im Leitz-Ordner abheften. Das zum Prinzip zu entwickeln, sollte Ihnen ein reines Datenschutzgewissen schon wert sein.

Beruhigend, dass wir in der analogen Welt immer noch eine Rückfalloption haben, wenn wir bei der digitalen Transformation an deren (datenschutzrechtliche) Grenzen kommen.

Ihr Gerhard Schmidt

Zugferd: EDNA veröffentlicht Zugferd-Umsetzungsempfehlung für den Energiemarkt

Mit „Zugferd 1.0 für den Energiemarkt" hat der EDNA Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. jetzt in Zusammenarbeit mit FeRD e.V. eine eigene Umsetzungsempfehlung für den Energiemarkt vorgelegt. Dazu hat die EDNA-Projektgruppe Zugferd die allgemeinen Spezifikationen der Zugferd Version 1.0 in den letzten Monaten genau unter die Lupe genommen und festgelegt, wie die spezifischen energiewirtschaftlichen Inhalte eindeutig und widerspruchsfrei auf Basis dieses Standards abgebildet werden können.

Rechnungsprozesse: Was bedeutet Purchase-to-Pay? (Maximilian Borgmann)

Purchase-to-Pay (manchmal auch Procure-to-Pay) oder P2P wird als Kurzform für den Purchase-to-Pay-Prozess verwendet und bedeutet im wörtlichen Sinn „vom Einkauf bis zur Bezahlung". Spricht man von Purchase-to-Pay, sind damit also alle Vorgänge innerhalb eines Unternehmens gemeint, die von der Beschaffung bis zur Bezahlung einer Rechnung abgewickelt werden, angefangen bei der Bedarfsmeldung über die Bestellung und Lieferung bis hin zur Rechnungsbearbeitung. Im Mittelpunkt all dieser Vorgänge steht die Transaktion der Daten – in Form von Bestellung, Auftragsbestätigung, Rechnung etc. – zwischen Kunden und Lieferanten sowie die Prüf- und Freigabeprozesse innerhalb der Unternehmen.

Rechtsprechung: Vorsteuerabzug aus Rechnungen einer „Briefkastenfirma“

Wird in Rechnungen der Sitz des leistenden Unternehmens nicht richtig angegeben, kann der Leistungsempfänger trotzdem zum Vorsteuerabzug berechtigt sein, so das Finanzgericht Baden-Württemberg mit Urteil vom 21. April 2016 (1 K 1158/14). Es ließ die Revision zu. Die Revision ist anhängig unter dem Aktenzeichen V R 28/16.

Rechtliches: EU-Compendium E-Invoicing & Retention aktualisiert und erweitert

Das „EU-Compendium E-Invoicing & Retention" wurde im November 2016 aktualisiert und um 3 Länder erweitert. In dem Compendium werden die wiederkehrenden Fragen und Antworten zu den umsatzsteuerlichen Mindestanforderungen an Rechnungen, zum Verarbeitungsprozess beim elektronischen Rechnungsversand sowie zur Speicherung und Aufbewahrung von Rechnungen nun für die 22 wichtigsten europäischen Länder übersichtlich dargestellt. Dies bietet Unternehmensverantwortlichen die Möglichkeit, sich einen schnellen Überblick über die Rechtslage in den wichtigsten europäischen Ländern zu verschaffen.

Zugferd: Rückblick auf die 4. Zugferd-Entwicklertage

Mit 90 Teilnehmern wiederum restlos ausgebucht waren die Zugferd-Entwicklertage am 24. und 25. November. Zum vierten Mal fanden sie in Bielefeld statt und zeigten ein ungebrochenes Interesse an allem rund um Zugferd. Insbesondere an der Frage „Was wird Zugferd 2.0 bringen?“

Veranstaltungen: Termine der nächsten Monate

* 01.12. Webinar, Basware: Die elektronische Rechnung in der Praxis des deutschen Mittelstands
* 01.12. Brüssel, EU-Kommission: CEF eInvoicing Stakeholder Day
* 02.12. Webinar, Seeburger: Best Practice IV: Versand internationaler E-Rechnungen
* 07.12. Webinar, Basware: Elektronische Rechnungsbearbeitung bei 10.000-25.000 Rechnungen pro Jahr - Wie sieht das aus?
* 09.12. Webinar, Seeburger: E-Invoicing mit SAP
* 16.12. Webinar, Seeburger: Umsetzung der EU-Richtlinie: Status zu E-Rechnungsgesetz ZUGFeRD & UN/CEFACT
* 15.03.-16.03. Berlin, Seeburger: Seeburger E-Invoicing-Kongress

Basware: Webinar-Tipp für Kurzentschlossene: Dr. Ulrike Beland (DIHK) über „Die elektronische Rechnung in der Praxis des deutschen Mittelstands“

In der Praxis ist die elektronische Rechnungsverarbeitung im Mittelstand noch nicht angekommen, obwohl sie enormes Potenzial hinsichtlich Transparenz und Kosteneinsparungen eröffnet. Dr. Ulrike Beland (Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V.) wird in diesem kostenfreien Webinar die aktuelle Situation in Deutschland aus ihrer Perspektive beschreiben und eine Einschätzung zur Zukunft der elektronischen Rechnung geben. Gemeinsam mit Margit Tschauner (Account Manager, Basware GmbH) werden Vorbehalte und Vorteile dieser Digitalisierung in 60 Minuten diskutiert. Dabei werden die Fragen der Teilnehmer aufgegriffen.

SEEBURGER: "Wie die Digitalisierung der Rechnung Ihren Geschäftsalltag verändern wird«: SEEBURGER E-Invoicing-Kongress am 15./16. März 2017 in Berlin

Mit aktuellen Themen und namhaften Referenten aus Bundesministerien, Industrie, Wirtschaftsverbänden, Finanzverwaltung und Steuerbehörde beleuchtet die Veranstaltung E-Invoicing (ZUGFeRD &Co) aus verschiedensten Perspektiven. Für Geschäftsführer, IT-Entscheider, Projektleiter und Fachpersonal aus Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung aller Branchen und Unternehmensgrößen bietet der Kongress umfassende Information aus erster Hand und Gelegenheit zum persönlichen Erfahrungsaustausch, um sich für die Digitalisierung der Rechnung zu rüsten.

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